Bestimmung und Übertragung von Beobachtungsunsicherheit mit Verfahren der Intervallmathematik

Intervalle (Jaulin et al 2001) können als natürliche Vorgehensweise angesehen werden, um Unsicherheiten in Navigationssystemen wie GPS, IMU oder optischen Sensoren wie Laserscanner zu beschreiben, da keine Annahmen über zugrundeliegende Wahrscheinlichkeitsverteilungen getroffen werden müssen. Die lineare Unsicherheitsfortpflanzung eignet sich insbesondere zur Betrachtung von Restsystematiken (Schön 2016, Schön und Kutterer 2006). In einem laufenden Dissertationsprojekt (Dbouk und Schön 2019) haben wir die Geometrie des Navigationsproblems genutzt und durch Schnitt von Beobachtungsintervalle mögliche Punktpositionen abgeleitet und grobe Ausreißer eliminiert, vgl. Abb. 1. Alle Ergebnisse basieren jedoch auf sinnvollen Annahmen für die Intervallgrößen.

In diesem Dissertationsvorhaben sollen in einem ersten Schritt diese Intervalle messtechnisch abgeleitet werden. Dazu sollen die Mapathon-Daten weiter ausgewertet werden sowie neue Experimente im urbanen Gebiet und Labormessungen im neuen HITEC Forschungsgebäude geplant und mit hochpräzisions wie auch typischen GPS und IMU Sensoren durchgeführt werden. Besonderes Interesse liegt auf der Einschließung von Abweichungen von GPS Code und Trägerphasenbeobachtungen. Für Inertialsensoren sollen Methoden entwickelt werden die die Intervallunsicherheit durch die Differentialgleichungen des Strap-Down Algorithmus fortpflanzt ohne die Intervalle künstlich aufzublähen.

M. Sc. Jingyao Su
Adresse
Institut für Erdmessung
Schneiderberg 50
30167 Hannover
Gebäude
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Schneiderberg 50
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PROJEKTBETREUER

Prof. Dr.-Ing. Steffen Schön
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Institut für Erdmessung
Schneiderberg 50
30167 Hannover
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